Niederösterreich (Gmünd - Ende September 2008)
 


15.Meridianstein

Beim Surfen auf der Homepage der Kristallbäder stellte ich eines Tages fest, daß es auch in Österreich eines dieser Bäder gibt. Da wir ausserdem unseren Jahresurlaub mehrfach neu terminieren mussten, entschlossenen wir uns kurzfristig nach Gmünd in Niederösterreich zu reisen. Bis auf die letzte Minute pokerten wir, um wir mit Motorrad oder Auto fahren, aber der Wettergott war uns wohl gesonnen und so verkündete in den frühen Morgenstunden des 20.9. der satte Sound von 2 x CBF1000 der Nachbarschaft "Keinaths sind auf Urlaub".

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  • 20.9. Die "6" ist die magische Zahl des Tages. Um 6 Uhr bei 6 Grad losgefahren und nach (knapp) 600 km mit dem 6.Stop in Kollnburg angekommen. Bis Schwandorf liessen wir es auf der A3 und A6 ruhig angehen. Auf der B85 bekamen wir einen ersten Eindruck des Bayrischen Waldes. Die Krönung des Tages war jedoch der Burggasthof Hauptmann. In der Kollnburg schliefen wir in der Burgstube "Hans von Kollnburg" und dem Restaurant ist eine Fleischerei angeschlossen. Diverse leckere Biere rundeten die kulinarische Seite ab. Da die Temperatur während der ganzen Fahrt den einstelligen Bereich nicht verließ, verbrachten wir den Rest des Tages im Sauna und Wellnessbereich.
    Gefahrene Km: 600

    unser Zimmer

    21.9. Der Tag hatte alles, was man sich als Biker wünscht und verflucht. Nach einem reichen Frühstück fuhren wir los. Über Bodenmais ging es rund um den Arber. Auf der Abfahrt vom Scheibensattel kamen die 1.Tropfen und zwischen Neukirchen und Bad Kötzig wurden wir richtig naß. Auf der Strecke von Viechtach über Achslach, Schwarzach und St.Englmar lachte wieder die Sonne. In der Sauna erholten wir uns von der Kurverei und mit einer Super-Haxn schlossen wir den Tag ab.
    Gefahrene Km: 180

    22.9. Wir lassen es ruhig angehen. Das Wetter weiß nicht was es will und so bummeln wir erstmal durchs Dorf. Gegen Mittag fuhren wir zur Bärwurzerei nach Zwiesel und zum Shoppen nach Regen. Denselbigen saßen wir in einem Cafe aus. Im Wellnessbereich sammelten wir die Kräfte für die morgige Tour.
    Gefahrene Km: 85

    Unterwegs nach Gmünd

    23.9. Standortwechsel nach Gmünd. In Bayrisch-Eisenstein passierten wir die Grenze. Über kleine Seitenstrassen (Srni, Modrava) erreichten wir bei Volary die B39. Immer entlang der Moldau, vorbei an dem nagelneuen Tourismus-Zentrum Lipno fuhren wir über Vyssi Brod nach Dolni Dvoriste. Durch traumhafte Wald- und Wiesenlandschaft, aber zum Teil Waschbrettstrassen erreichten wir Gmünd. Wir wohnen im Gasthof zum Meridianstein. Ordentliche Zimmer, leckeres und reichhaltiges Essen (Chefin kocht selbst), und zentrale Lage machen es zu einem perfekten Ausgangspunkt für einen Biker-, Fahrrad- oder auch Wanderurlaub.
    Gefahrene Km: 270

    24.9. und 25.9. Während wir am 24.9. die Stadt und ihr Umland erwanderten, liessen wir am 25.9. die Seele im Solebad baumeln.
    Gefahrene Km: 0


    Schloß Krumlau

    26.9. Heute fuhren wir nach Tschechien. Zuerst vermieste eine kilometerlange Baustelle das Vorwärtskommen. Dann merkte ich, daß ich wohl am Anfang der Baustelle falsch abgebogen bin und wir uns plötzlich auf der B24 wieder fanden. Über Treben und weiter auf der B34 fuhren wir nach Budweis. Durch die verlorene Zeit fuhren direkt weiter nach Krumlau. Eine wunderschöne, alte Innenstadt, die zurecht das Prädikat UNESCO-Weltkulturerbe trägt. Ein 3-Gang-Menu (Knoblauchsuppe, Spare-Rips und Pflaumenkuchen) für 8 Euro machte uns richtig träge, aber wir mußten noch heim. Wieder entlang der Moldau fuhren wir Richtung Österreich und über Freistadt auf der B38 nach Gmünd.
    Gefahrene Km: 205

    27.9. Das 1.Ziel des Tages war die 1.Whisky-Destillerie Österreichs. Über Weitra, Albesbach und Marelstein fuhren wir nach Roggenreith. Leider waren gerade als wir ankamen auch 2 Reisebusse angekommen. Da verzichteten wir auf die Führung, verkosteten 3 Whisky und machten Umsatz. Weiter ging es Richtung Donau, dann quer über den Jauerling erreichten wir die B217. Weiter über B36 und Zwettl erreichten wir unser Hotel.
    Gefahrene Km: 200

    Irgendwo im Nirgendwo ein Briefkasten

    28.9. Wegen F1-Rennen drehten wir heute nur eine kleine Runde. Litschau, Kautzen, Raabs/Thaya, Waidhofen/Thaya und Heidenreichstein waren die Stationen. Nach dem F1-Rennen wanderten wir durch die Blockheide.
    Gefahrene km: 130

    29.9. Eine komplette F1-Strecke, nur lag unsere Durchschnittsgeschwindigkeit bei 62,3 km/h. Über Zwettl und Lugendorf (B36) ging es östl durch den Gföhler Wald ins Kremstal. Über Langenlois fuhren wir wieder nordwärts durchs Kamptal und über Horn und Pulkau nach Retz. Dort besuchten wir den Erlebnisweinkeller (www.weinstadt-retz.at). Über Hardegg (sehenswerte Burg) fuhren wir nach Drosendorf. Leider hatten wir immer noch keinen Buschenschank gefunden und so beschlossen wir uns in Tschechien einen Landgasthof zu suchen und preiswert zu essen. In Slavonice fand wir den Gasthof. 1 x Forelle mit Kartoffeln, 1 x Leber mit Klössen und 2 Bier =14 Euro. Über Nova Bystrice und Heidenreichstein fuhren wir recht langsam wegen der einbrechenden Nacht und der Wildwechselgefahr nach Hause.
    Gefahrene Km: 305

    30.9. Mal wieder wurde aus der "Erholungstour nach harter Vortagstour" eine noch härtere Runde. Da wir die B38 bereits kannten, wählten wir diesmal eine etwas südlichere Route nach Freistadt. Weitra, Langschlag, Liebenau und Harrachtal waren die Station bis Freistadt. Entlang der Mühlviertler Gotikstrasse fuhren wir über Neumarkt, Pregarten und Bad Zell nach Mönchdorf. Dort bogen wir auf die kleine "Weiße" und über Pabneukirchen und Bad Kreuzen nach Grein. Entlang der Donau suchten wir einen Buschenschank. In Spitz fanden wir ihn, allerdings ohne die erhofften Marillenknödel. Die Hauerplatte entschädigte jedoch. Über die B217 (einfache geile Serpentinen) ging es nach Ottenschlag und über Zwettl und Weitra zurück.
    Gefahrene Km: 308


    Schremser Wasserwelt

    1.10. Heute ließen wir es nun wirklich ruhig angehen. Leider zu ruhig. Die Führung in der Schremser Brauerei verpaßten wir um 10 Minuten. Mit der Ausstellung "Unterwasserwelt" inkl. Fischotterfütterung erledigten wir den Bereich "Wissenszuwachs" des Urlaubes. Anschließend stoppte wir zum Bummel durch Zwettl. Zum Abschluss besuchten wir Europas letzte produzierende Papiermühle und schöpften uns auch ein paar Seiten.
    Gefahrene Km: 90

    2.10. Ruhetag im Solebad.
    Gefahrene Km: 0

    3.10. Da es regnete und der Wetterbericht auch nur Mist vorhersagte, fuhren wir mit dem Bus nach Alt-Nagelberg. In der dortigen Glasbläserei durften wir uns Durstkugeln selber blasen. Mit einem großen Spaziergang über den Teichkettenweg liefen wir uns hungrig.
    Gefahrene Km: 0


    Raabs/Thaya

    4.10. Wir trotzten Sturm, Regen, nassen Blättern und Sonne, aber nach 210km hatten wir doch die Schnauze voll. Über Litschau, Haugschlag und Kautzen ging es wieder nach Raabs/Thaya. Durch den Truppenübungsplatz Allentsteig wollten wir nach Altenburg. Leider verfuhr ich mich und wir landeten auf der B38. Über Horn und Gars fuhren wir wieder in de Gföhler Wald. Wegen Regen beschlossen wir in Gföhl die Heimreise. Über Krumau und entlang der Stauseen Dobra und Ottenstein erreichten wir Zwettl. Auf dem kürzesten Weg (Kirchberg), statt auf dem schnellsten (Weitra) kamen wir völlig durchgefroren im Gasthof an. Fr.Schurnig weckte aber mit einer Terrine Fritattensuppe schnell wieder unsere Lebensgeister.
    Gefahrene Km: 220


    Blockheide

    5.10. Da morgen die Heimreise ansteht, schonten wir unser Sitzfleisch und nutzten das schönen Wetter um noch einmal durch die Blockheide zu wandern.
    Gefahrene Km: 0

    6.10 Heimfahrt. Immer entlang der B38 fuhren wir über Freistadt ins Mühlviertel. Weiter auf der B38 überquerten wir kurz hinter Kollerschlag überraschend die deutsche Grenze. Bei den Benzinpreisen hatten wir darauf ja nun gar keine Lust. Also fuhren wir über Oberkappel und Altenhof nach Niederranna und querten dort die Donau. In Engelhartszell tanken wir noch mal günstig voll und fuhren auf der B130 nach Passau. Als wir endlich durch die Stadt waren und auf der Autobahn Richtung Regensburg war es schon nach 13:30 Uhr. Bei einem kurzen Stop vor Regensburg entschlossen wir uns das guten Wetter auszunutzen und direkt nach Hause zu fahren. Nach Tankstopps bei Nürnberg und Frankfurt, einem 12 km Stau bei Würzburg, der uns fast 45 Minuten kostete und einer 60 km Regenfahrt rund um Frankfurt, erreichten wir kurz vor 22 Uhr unsere Zuhause. Auf das verdiente Bierchen mussten wir leider nach 30 Minuten warten, da wir an der Ecke Luxemburger/Horbeller Zeugen einer Unfallflucht wurden und noch mit dem Besuch der Polizei rechnen mussten. Zum Glück fanden die Polizei alle Aussagen von Chris bestätigt und wir konnten einen tollen Urlaub begiessen.
    Gefahrene Km: 845

    Resumee: Gesamtkilometer: 3325 bei herbstlichem Wetter
    Highlights: einfach die Landschaft. Hotel Kollnburg
    Die beste Ehefrau der Welt, die selbst dann die Ruhe bewahrt, wenn ich Navi-Weitwurf als neue olympische Disziplin einführen möchte.


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