| Slowenien 2004 (23.4. - 30.4.) | ||
|
|
|
Aufgrund meiner beruflichen Situation wurde die Urlaubplanung mehrmals komplett über den Haufen geschmissen. Einzige Konstante
blieb der Autoreisezug nach Villach. Aus geplanten 3 Wochen in Kroatien wurden letztendlich 5 Tage in Slowenien mit einer etwas
gestreckten Heimfahrt. |
||
|
Anreise 23. April Fahrt zum Verladebahnhof Düsseldorf. Das Abteil teile ich (wieder) mit 3 Damen. Chris, die 83jährige Sybille und die 80jährige "Computerlady". Beide sehr unterhaltsam, nur ich hatte "gegen 3" wenig zu sagen. |
|
|
Pünktlich um 9:41 Uhr erreichten wir Villach. Dieser Tag hatte alles, was sich ein Bikerherz wünscht und was ein Biker verflucht. Der Reihe nach. Aus Villach raus und bei Superwetter über den Wurzenpaß (1073 m). Die Überquerung des Vrsicpaß mußten wir nach wenigen Kilometern abbrechen. Totalsperrung wegen Schnee. Das entsprechende Schild hatten wir wg. mangelnder Slowenisch-Kenntnisse übersehen. Also zurück und über Italien und den Predilpaß (1156 m) wieder rein nach Slowenien. Über Bovec, Trnovo und Tolmino folgten wir dem Soca-Tal. Dann wollten wir über die 609 quer durch die Berge nach Ajdovscina. Nach etlichen Kilometern Schotter und traumhafter Landschaft brachen wir das Unternehmen wg. zunehmenden Regens ab. Doch es kam noch schlimmer. Nachdem wir den Schutz der Berge verlassen hatten, wurde der Regen noch heftiger und der "Bora" machte das Fahren fast unmöglich. Für eine halbe Stunde suchten wir sogar Schutz in einer Bushaltestelle. In einer Regenlücke wagten wir uns weiter nach Vipava. Das Weingut "Na Hribu" in Slab (kurz hinter Vipava, gut ausgeschildert) fanden wir dann problemlos. |
||
|
Rund um Vipava 25. April Lang geschlafen und gut gefrühstückt (Schinkenplatte). Da wir das F1-Rennen sehen wollten, machten wir eine kleine Runde Richtung Italien. Gleich hinter Slab folgten wir einer schönen Strecke (614) über Kobdilj, nach Sezana und weiter nach Lipica. Nach einer kurzen Rast ging es nach Italien und auf die Suche nach einem Cafe mit Fernseher. In Sistiana wurden wir fündig und konnten, da wir 1.) zu früh waren und 2.) Supersonnenschein war unsere immer noch recht klammen Klamotten trocknen. |
|
|
4 Capuccino und 1 Bier später hatte MS mal wieder gewonnen und Mercedes "sensationell" beide Autos ins Ziel gebracht. Entlagn der B55 versuchten wir 2 Mal vergeblich über einen Grenzübergang der 2.Kategorie nach Slowenien zu kommen. Nix zu machen. Erst in Nova Gorica war es möglich. Über Miren und Komen fuhren wir im Zickzack durchs nördliche "Kras Brkini". Über Stanjel, Gaberje und Erzelj ging es durch Weinberge und engste Straßen zurück. 164 km. Beim Abendessen saßen wir wieder mit einer Gesellschaften zusammen im Saal. Wohl aus Versehen brachte uns ein kleiner Junge auch von der Torte. Allgemeines Gelächter zeigte uns aber, daß man sie uns gönnt. | ||
|
26. April Zum Frühstück gab's Pfannkuchen mit Schinken, dazu Schinken- und Salamiplatte und Kuchen. So gestärkt kurvten wir durch den Nanos-Höhenzug. Einige Schotterkilometer ließen meine Transalp jubeln, während Chris CBF600 vorsichtig hinterher rollte. Natürlich paßten Karte und Straßenschilder irgendwann nicht mehr zusammen, bzw. die ausgeschilderten Orte gab es nicht auf der Karte. Irgendwann landeten wir auf der 621 und fuhren über Col, Podkraj nach Kalce. Über Planina ging es zu den Altenberger Grotten. 2,30 Euro und 15 Euro p.P. Eintritt ließen uns direkt zum |
|
| Schloß Predjama weiterfahren. Nach Besichtigung (3,60) und Rast ging es über Hrusevje, Senozece (409) und Dolenja vas, nach Vrabce und Stjak auf die kleine "Gelbe" Richtung Hotel. Ein reichhaltiges Abendessen
rundete den Tag ab. 168 km. | ||
|
Heimfahrt 28. April Heute mußte (mal wieder) "auf Teufel komm raus" improvisiert werden. Nachdem wir unsere Maschinen einer gründlichen Inspektion unterzogen hatten, ging es kurz vor 11 Uhr los. |
|
|
Über Nova Gorica, Tolmin und Kobarid (also wieder durchs Soca-Tal) bogen wir in Zaga auf die 401 ab Richtung Grenzübergang Uccea. Dort hatte ich eine "enge Straße", die Sella Garizza gefunden. Als nebenstehendes Foto geschossen wurde, konnte ich noch lachen. Das verging mir jedoch wenig später, als ich mit meiner Maschine im Schnee stecken blieb. Praktisch auf dem Scheitelpunkt des Sattels verhinderte ein 300 Meter langer und 1 Meter hoher Schneehaufen jegliches Weiterkommen. Zum Glück half uns ein Baggerfahrer (ob der zufällig vorbei kam oder extra zu den "bekloppten Touris" geschickt wurde, war mir zu diesem Zeitpunkt bereits egal) unsere vollgepackten Maschinen wieder auf den rechten Weg zu bringen. Nach dieser Erfahrung (wir waren auf nur 1092 m), traute ich mich auch nicht mehr in die Dolomiten. So suchten wir über Tarcento, Gemona, Tolmezzo und über die B52bis den sicheren Weg (da auch sehr früh schon ausgeschildert) über den Plöckenpaß (1350 m). Weiter über Kötschach, Lienz und durch den Felberntauern-Tunnel ging es nach Mittersill. Dort entschloßen wir uns den Gerlos-Paß auf den nächsten Tag zu verschieben und fanden in Neukirchen/Großvenediger beim Rosentalwirt eine prima Unterkunft. 365 km |
||