Dolomiten - Toskana 2001
 
Pasterze Dieser Urlaub wurde in erster Linie nach dem Wetter geplant. Klar war nur, daß wir mit dem Auto, und den Transalps auf einem Anhänger, nach Gerlos fahren. Auto und Anhänger blieben bei Freunden stehen. Wir entschieden uns für diese Variante,
  • da im Auto einer auch mal schlafen kann
  • man Wetterunabhängig ist
  • wir uns 1600 km langweilige Autobahnkilometer auf dem Bike sparten
  • den Anhänger günstig geliehen bekamen
Petrus meinte es ja sehr gut mit uns. In 23 Tagen mußten wir nur an 3 Tagen die Regenkombi auspacken. Während der 1.Woche, tobten wir uns in den Dolomiten aus, da es in der Toskana (lt. Internet) bis ca. 40 Grad hatte. Als das schlechte Wetter in die Berge kam, zogen wir südwärts.
Zu guter Letzt einige Impressionen:


Anfahrt (23.8.)

Über A61 bis Hockenheim, A5 bis Karlsruhe, A8 bis München und A95 Richtung Bad Tölz ging es weiter nach Lengries, am Achensee vorbei ins Zillertal und in Zell links hoch. Unser Golf nahm alle Steigungen und Serpentinen ohne Murren und mit einem Schnitt von 7,4 Liter/100 km war er auch nicht durstig. Nach 10,5 Stunden Reisezeit kamen wir im "Haus Daniela" bei Martin und Erika an. Mit einem Riesenomlett (Spargel bzw. Käse) und 2 Bier im Bauch fielen aber dann doch todmüde ins Bett.



Dolomiten (24.8. - 30.8.)

24.8.
8.00 Uhr. Die Sonne scheint genau in mein Gesicht. Na gut, also raus aus den Federn. Bis 10.00 Uhr hatten wir gemütlich gefrühstückt, die Maschinen bepackt und uns verabschiedet. Nach 5 Metern das 1. Problem. Chris Tankrucksack ist zu hoch (oder Chris zu klein).
Großglockner, Edelweißspitze
Sie sieht ihre Instrumente nicht und schlimmer sie hatte den Wendekreis eines Formel-1-Boliden. Also oberes Teil ab, bei mir festzurren und jetzt geht es wirklich los. Unsere Kilometerstände beim Start. Chris 6.225 km, Peter 6.492 km. Die heutige Etappe war mit 153 km für den Anfang völlig ausreichend. Von Gerlos folgten wir der B165 (Maut 50 öS / Bike) über den Gerlospaß, weiter über de B168 nach Zell am See. Über die Großglocknerhochalpenstrasse (Maut 230 öS / Bike) fuhren wir nach Heiligenblut. Unglaublich wie viele Radfahrer/-innen sich inmitten von Bikern, Wohnmobilen und Bussen den Glockner hochquälten. Das anspruchsvollste Stück führte zur Edelweißspitze (2571 m). Kopfsteinpflaster, Teerfleckerl und Haarnadelserpentinen. In Pockhorn (3 km südl. von Heiligenblut) finden wir einen kleinen Campingplatz mit Swimmingpool. Nach Zeltaufbau und einem seeeehr erfrischenden Bad, sitzen wir jetzt vor dem Zelt, trinken ein Bier und planen die morgige Tour. Wetter soll so toll bleiben. Unsere Radio und die Gegensprechanlage sind Gold wert.

25.8.
Ein Supertag. Bis wir jedoch in die Puschen kamen, war es 12 Uhr. Nach dem Packen sprang ich nochmal in den Pool. Ich glaube über Nacht wurde das kalte Wasser gegen Gletscherwasser getauscht. Brrrr. Die Strecke führte uns heute die B107 nach Lienz, weiter die B108 nach Huben, durch das Defereggental zum Staller Sattel.
Staller Sattel
Die Abfahrt nach Italien ist nur zwischen der 1. und 15. Minute einer Stunde möglich. Wau, was für eine Abfahrt. Chris meinte: "Nie wieder !" Das Antholzer Tal runter und gleich gegenüber den Furkelpaß hoch. Nach einer kleinen Rast ging es auf der S244 durch Corvara, über den Campolongo-Paß ncach Arabba. Das, uns empfohlene, Hotel war uns mit 130 DM zu teuer. Also weiter. Auch das nächste bikerfreundliche Hotel lag in der Preisklasse. Nach einem Capucchino zur Stärkung und Kartenstudium ging es nach Alleghe zum nächstgelegenen Campingplatz. Gefunden haben wir ihn (mehr durch Zufall) kurz hinter Masare. Dafür gefällt er uns aber gut. Während Chris Käse, Salami und Schinken fürs Abendessen besorgte, fand ich im Weinregal folgende Weine: "A.Hitler", "B.Mussolini" oder "Das Abkommen", sowie "Führer's Schnaps" und Führer's Kräuterschnaps.
Die Tour war 208 km lang.

26.8.
"Natürlich" durfte ich Brötchen holen. Dafür kann ich jetzt auch einen Satz fliessendes Italienisch. "Tre panini, por favore !". Die Tour war nur 168 km lang, dafür landschaftlich und fahrerisch eine Wucht. Zuerst folgten wir der S203 nordl. nach Caprile. Rechts ab Richtung Selva. Hier wartete die 1. echte Herausforderung. Straße in Bau. Serpentinenfahrt auf Schotter. In Selva wechselten wir auf die S638 zum Passo di Giau.17 Grad in 2000 m. Weiter nach Cortina d'Ampezzo. Irgendwie hatte ich mir den Ort genauso vorgestellt. Durch und nix wie weg zum Passo Tre Croci. Auf der Abfahrt machten wir Rast. Auf der S48, S52 und S51 fuhren wir im Halbkreis um die Marmarole. Kurz hinter Venns di Cadore kam die Abzweigung nach Cibiana so plötzlich, daß ich trotz Vollbremsung es nicht schaffte. Also einige Kilometer auf der kurvenreichen Straße weiter, um gefahrlos zu wenden. In Cibiana genossen wir die Sonne und 2 Capucchinos. Über den Passo di Cibiana ging es weiter, dann rechts ab auf die S251 und kurz danach über den Passo Duran. Schimpfte Chris gestern über die Fahrbahnbreite am Staller Sattel (ohne Gegenverkehr), hatten wir heute bei kaum mehr Platz Gegenverkehr.
Passo Giau
In Agordo kamen wir wieder auf die S203. Eben kommen wir von der Pizzeria (eigentlich "Speckstube Al Fornel"). Nach Pizza bzw. Spaghetti, dazu Rotwein, Espresso und Grappa sitzen wir jetzt bei einer weiteren Flasche Roten und diskutieren unsere Kurventechnik.

27.8.
Heute stand Meran auf dem Programm. Los ging es Richtung Cencenighe, weiter auf der S346 nach Falcade und über den Passo di Valles. Den geplanten Passo di Lusia verkniffen wir uns, da sich die "Strasse" als besserer Wanderweg entpuppte. Also ging es weiter über Belleamonte, Caralese, Ora, Termeno und Kalten zum Passo di Mendola. In Fonda rechts ab und gleich über den Nächsten. Passo di Palade, besser als Gampenpaß bekannt. Auf dem letzten Kilometer vor Meran verfuhr ich mich, aber pünktlich um 14.00 Uhr waren wir da. Nach einem kleinen Rundgang durch die hübsche City, aßen wir Spaghetti und Speckknödel. Durch die Bummelei bei der Hinfahrt wählten wir den direktesten Weg zurück. Bozen, das Eggental (Riesenstau wegen einseitiger Verkehrsführung), über den Passo di Costalunga, weiter über Vigo und Canazei. Zu guter Letzt noch den Passo di Fedaia. Landschaftlich ist das bisher der schönste Paß, fahrerisch macht nur die Abfahrt Spaß. Vielleicht lag das aber auch daran, daß wir schon 230 km auf den Böcken saßen und die Kondition nachließ. Über Caprile und Alleghe und nach 286 km war die Runde zu Ende. Gleich gibt es lecker Abendessen mit Salami, Schinken, Käse und einem leckeren 08/15-Roten.

Eggental
28.8.
Dieser Tag wird als "Novi Passi" in unsere Fahrtenbuch eingehen. In der Reihenfolge Forcella Aurine (1299 m), Passo di Cereda (1369 m), Passo di Rolle (1970 m ), Passo Pordoi (2239 m), Passo di Falzarego (2105 m), Passo di Valparola (2197 m), Passo di Gardena (2137 m), Passo di Sella (2244 m) und Passo di Fedaia (2057 m) wurden 9 Pässe passiert.
Passo Sella
Die Anzahl Kehren muß in die Hunderte gehen, da allein die Abfahrt vom Pordoi 33 Kehren zählte. Gesamt 250 km. Das Wetter war, wie an allen bisherigen Tagen eine Wucht. Ich wagte es sogar unter einem Wasser zu duschen. Nackt, da Badehose im Zelt lag, aber die Zensur dürfte ohnedies nichts finden. Dazu war das Wasser doch zu kalt. Da morgen Ortswechsel angesagt ist, gehen wir nochmal in die Speckstube essen. Der Campingplatz kostete pro Nacht: 10.000 Lire/Person und 7.000 Lire fürs Zelt, also 27.000 Lire.

29.8.
Da wir in der näheren Umgebung alle Paßstrassen abgegrast haben, verlagern wir unseren Standort etwas Richtung Westen. In der Toskana hat es immer noch um die 40 Grad, also bleiben wir in den Bergen. Über Cencenighe, den Passo di Pellegrino und Moena nach Cavalese. Dort zweigen wir auf die SS612. Eine Traumstrasse. Immer am Berg lang, hoch über dem Val di Cembra, durch verschlafene Bergdörfer. Im Etschtal müssen wir uns kurz nördlich halten um zur S43 zu gelangen. Auf der S421 schlängeln wir uns dann nach Molveno, am gleichnamigen See. Der Campingplatz liegt direkt am See. Das Wandergebiet der Brendagruppe machen aus Molveno einen kleinen Touri-Ort. Merkt man direkt an den Preisen. 14.000 Lire/Person + 10.000 Lire fürs Zelt, also 38.000 Lire. Abends im Ort rumgebummelt. Lecker Pizza gegessen und eine tolle Metzgerei gefunden. Wenn nur Einheimische hingehen und Nummern gezogen werden müssen, dann muß das gut sein. Lecker Speck und Salami eingekauft. War mit 154 km eine der kürzeren Etappen.

auf der SS612
30.8.
Heute nacht hatten wir das langerwartete Gewitter. Viel Regen wars nicht, der Boden ist immer noch knochentrocken, aber es hat empfindlich abgekühlt. Zum Frühstück gab es Speckbrötchen (lecker). Dann gelesen und rumgegammelt, denn zum Schwimmen war es zu kalt. Mißmutig das Wetter beobachtet. Als es gegen 15.00 Uhr aufklarte rafften wir uns zu einem Stadtbummel auf. In der Bibliothek surften wir im Internet rum, schrieben emails und besahen uns den Wetterbericht. Oha, das sieht aber übel aus. Aus der Schweiz nähert sich ein Tiefdruckgebiet mit Schneefall. Und in der Toskana hats abgekühlt. Also beschliessen wir für den nächsten Morgen den grossen Ortswechsel. Im Sportzentrum spielten wir noch eine Runde Minigolf, bevor es zum Abendessen wieder in die Pizzeria ging. Kaum saßen wir, fing es wieder an zu regnen.

Campingplatz bei Montecatini Alto
Toskana (31.8. - 10.9.)

31.8.
Es regnet immer noch. Tolle Sache im Regen ein Zelt abbauen. Kaum waren wir eine halbe Stunde unterwegs, kam die Sonne raus und die Kombis in den Koffer. Die Route führt die S421 bis Ponte Arche und dann links ab auf die S45 nach Trento zur Autobahn.
Über Verona ging es auf der A22 nach Modena. Kurz hinter Modena (18.000 Lire/Bike) verließen wir die Autobahn und fuhren auf der S623 über Vignola, Guigla, Zocca, über den Passo Brasa (895 m höhöhö!!) nach Silla und weiter auf der S64 nach Pistoia. Kurz hinter Vignola müssten wir wieder in die Kombis. Für diese Art von Regen war jedoch weder die Kombi, noch die Helme noch unser Tankrücksacke konzipiert. Da half es nur, bei einer Tankstelle unterstellen und warten bis das Schlimmste vorbei ist. In Pistoia hatten wir wieder Sonne, allerdings keinen Plan mehr, wo wir jetzt hin wollen. Der eingeplante Campingplatz lag irgendwo hinter uns im Regen. Schließlich entschieden wir uns für einen Campingplatz bei Montecatini Therme. Hier sitzen wir nun auch, trinken einen Tee und studieren Reiseführer, Karten und Informationen aus dem Büro. Da kommt in den nächsten Tagen einiges auf uns zu, denn im Umkreis von nur 50 km liegen Sehenswürdigkeiten wie Florenz, Pisa, Lucca, der Geburtsort von Leonardo da Vinci, Carrara, die Berge der Apunischen Alpen und, und, und. Die heutige Strecke war 373 km lang. Abends waren wir im Restaurant des Platzes essen. Das Beste war aber Grappa.

1.9.
Montecatini kenngelernt, eingekauft und rumgegammelt. Unser Campingplatz hat einen Swimmingpool. 21 km gefahren.

2.9.
Was soll man an dem Tag, wenn die Formel 1 in Monza gastiert, schon machen ? Wir fuhren in das süsse, kleine Cafe, das wir gestern entdeckten und sahen uns das Rennen an. Die Ferraristi waren aber wohl woanders. Bei uns zockten nur ein paar ältere, aber um so lautere signori im Keller.

3.9.
Der Himmel verspricht Hitze. Wir entschließen uns eine der Rukka-Touren (No. 8) in umgekehrte Richtung zu fahren, um die Städte gegen Nachmittag zu erreichen.
Los ging es auf der S633 Richtung Marliana, weiter nach Prunetta und San Marcello zur S12. Dieser folgten wir dann in westl. Richtung bis Bagni di Lucca.
Pisa, Basilika und Schiefer Turm
Rechts ab auf dies S445 Richtung Castelnuovo und Piazza al Serchio. Für 2 km fuhren wir auf der S63 um dann wieder links auf die S446 nach Carrara abzubiegen. Den Weg direkt zu den Steinbrüchen fand ich leider nicht, irgendwie waren wir von der Gegend auch enttäuscht. Da laut Reiseführer die Küstenstrasse nur stop-and-go zu fahren sei, wählten wir die S1. Tja, vom Regen in die Traufe. Über Massa, Pietrasanta und Viareggio ging es nach Pisa. Der Platz rund um den "Schiefen Turm" versöhnte jedoch für die letzten Kilometer. Weiter ging es nach Lucca. Langsam forderte jedoch die Natur ihr recht. Wir waren hungrig (konnten uns aber für kein Restaurant entscheiden), müde (aber die Stadt ist so schön) und es war schon nach 18 Uhr (aber wollten im Hellen nach Hause). In der einbrechenden Dunkelheit ging es auf der S435 nach Hause. Die Serpentinen hoch nach Montecatini Alto zum Campingplatz fuhren wir dann schon in völliger Dunkelheit. Resumee: 272 km, tolle Landschaft, aber die Städte zum Schluß waren zu viel.

4.9.
Über die Autostrada A11 flott nach Florenz (Maut: 3.500 Lire/Bike) gedüst. Auch eine Parkplatz in Citynähe zu finden war nicht sonderlich schwer. Als Erstes fanden wir die Markthalle. So was gefällt uns. Bummelten dann recht planlos zum Dom, der Ponte Vecchio und den Uffizien. Überall Touristen. Suchten uns schließlich eine etwas abseits gelegene Trattoria.
Florenz, Ponte Vecchio
Dort erwischte uns der 1. Regenguß des Tages. Auf der Heimfahrt schauten wir uns den Supermarkt in Pescia (gestern entdeckt) mal an. Toll, gleich für 4 Tage Verpflegung gekauft. Fuhren heute 138 km. In einem Internetcafe die Wetterlage der nächsten Tage gecheckt.

5.9.
Heute nacht zog ein Gewitter der heftigeren Sorte über unseren Campingplatz. In unserem alten Zelt wären wir abgesoffen, aber jetzt lagen wir trocken und warm. Laut Internet beginnt heute eine Schönwetter-
phase, die bis zum Ende unseres Urlaubs anhalten soll. Schau ma mal. Nach dem Frühstück führen wir zum Markttag nach Pistoia. Der Markt war eher solala, die Stadt recht hübsch. Nach einem Cappuchino zum Mittagessen starteten wir zu einer kleinen, aber höchst gemeinen Runde. Zuerst ging es auf der S66über Piastre und Pontepetri nach San Marcello. Weiter auf der S12 Richtung Bagni. Wieder sahen wir dieses Bergdorf oben auf Hang kleben. Um eventuell eine bessere Fotoposition zu finden,
bogen wir links in den Steinbruch (?) Richtung Lucchio ab. Schotter, engste Serpentinen, Straße gerade so breit wie eine Lieferwagen, wechselnde Lichtverhältnisse. Super, aber anstrengend. In Lucchio selber gibt es keine befahrbaren Strassen. Vor dem Ort ist ein Parkplatz. Laut Ausschilderung und ADAC-Karte führte eine Strasse über den Bergkamm drüber. Lucchio
Naja, die eine ging in Eisenbahnschotter über, die andere endete recht unverhofft zwischen dem 4. und 5. Haus der Ortschaft Croce. Also alles wieder retour. Auf der S12 weiter nach Bagni. Dort bogen wir links ab Richtung Foce del Trebbio. Auf einer prima, kurvenreichen Strasse ging esüber Villa Basilica und Pescia nach Hause. 121 km, die es aber in sich hatten. Abends Barilla-Spaghetti mit Barilla-Sosse, von Chris verfeinert. Lecker.

6.9.
Markttag in Montecatini Therme. In "unserem" Cafe gemütlich gefrühstückt. Mittlerweile kennt man uns. Danach auf dem Markt Schuhe gekauft. Auf der Heimfahrt schauten wir in Serravalle vorbei. Vom dortigen Turm der Burgruine hat man eine tolle Sicht Richtung Pistoia bzw. Montecatini. 52 km. Nachmittags am Pool gelegen. Abends Reste (Salami, Käse, Schinken, Oliven) essen.

7.9.
Das Wetter ist zu schön zum Motorradfahren. Bleiben am Pool und lesen.

8.9.
Unser Ziel war die "Grota di Vento", eine der größten Tropfsteinhöhlen bzw. begehbaren Höhlensysteme Europas. Man könnte die Tour aber auch "der Weg ist das Ziel" nennen. Geplant war von der S435 über Villa Basilica der "gelben" Strasse zur S12 nach Marlia zu folgen. Irgendwo kamen wir jedoch vom rechten Weg ab und landeten knapp 2 km nördlich von Villa B. wieder auf der Strasse Richtung Bagni. Die Strecke war es jedoch wert. Kurve auf Kurve, bergauf und bergab. Sind durch Dörfer gefahren, in die sich wohl selten 2 Transalp verirren. Einzig der Zeitplan kam ein wenig durcheinander. Also ging es dann so schnell wie möglich über Bagni auf die S445 nach Gallocano, dort links ab und immer den Schilder nach. Auch die Strasse machte richtig Spaß. Von "weiß" keine Spur. Wurde wohl vor nicht allzulanger Zeit auf Touristenfreundlich getrimmt. Wir machten in der Höhle den 2-Stunden-Rundgang mit. Trotz der konstanten Temperatur von 10,7 Grad, kamen wir durch das ständige treppauf, treppab gehörig ins Schwitzen. Die Heimfahrt war unspektakulär. Auf der S12 vorbei an Borgo und auf einer Umgehungsstraße an Lucca vorbei auf die S435. Abendessen wieder im Pescia gekauft. Gefahrene Strecke 178 km.

Auf dem Weg zur Grotta di Vento
9.9.
Was soll man mit so einem Tag anfangen ? Morgens regnete es, aber nicht ernsthaft. Der Wetterbericht sagte ja "vereinzelte Schauer" voraus. Also suchten wir unser Glück weiter südlich und fuhren ins Chianti. Erstmal auf der Autobahn bis Bargino, wobei ab Florenz-Certosa keine Maut mehr fällig war. Leider verpaßten wir die Servicestation auf der Autobahn und standen plötzlich mit ziemlich leeren Tank in der Mittagspause vor einem Tankautomaten. ...und dieses Ding akzeptierte keine Kreditkarte und keine 50.000 Lire-Scheine. Mit jeweils 5 Liter mehr im Tank ging es weiter. Von Bargino über Sambuco nach San Dontato, weiter nach Castellina, Radda, Gaiole, die S408 südl. bis Pacina, rüber nach Castelnuova, auf der S484 wieder nach Radda (volltanken !!!), weiter Richtung Greve auf die S222. Kurz hinter Greve bogen wir links nach San Casciano ab. Über Montelupo, durch das Arnotal westl. nach Fucecchio und zuletzt auf der S436 zurück nach Montecatini Therme. Auf den letzten 2 Kilometer erwischte uns noch ein hübscher Platzregen. 277 km.

10.9.
SCHEISSE !!! Dabei fing der Tag so schön an. Da wir für morgen die Heimfahrt vorgesehen haben, hatten wir heute keine große Lust noch eine Tour zu fahren. Also fuhren wir zum Bummeln nach Lucca. Eine schöne, alte Stadt mit vielen kleinen Gassen und Gäßchen, in denen man sich wunderbar verlaufen kann. Auf der Heimfahrt gingen wir (wie immer) einkaufen.
Lucca
Als wir an der Kasse standen, mußten wir tatenlos zusehen wie ein weißer Fiesta rückweärts ausparkte, Chris's Bike rammte und, ohne um sich den Schaden zu kümmern, wegfuhr. Zum Glück notierte sich eine Verküäuferin das Kfz-Kennzeichen. Das Bike fährt, trotz Schaden am Tank und der Verkleidung, zum Glück noch. Auf der Polizei erfuhren wir dann die notwendigen Infos über den Halter. Den Rest werde ich von zuhause erledigen. Bin mal gespannt, wie das mit der Versicherung läuft. 68 km.


Gerlos und Rückfahrt (11.9. - 13.9.)

11.9.
War das heute nacht kalt. Sogar ich war tief im Schlafsack verschwunden. Als ich aufwachte, sah ich neben mir nur einen Kleiderberg liegen. Frühstück wieder in unserem Cafe in Montecatini.
Swarowski- Ausstellung
Sieht man von den Radiomeldungen der New Yorker Katastrophe ab, hatten wir eine schöne Heimfahrt. In Montecatini auf die Autobahn und über Florenz, Bologne, Modena und Bozen nach Sterzing. (45.000 Lire/Bike). Über die "alte" Brennerpaßstrasse, Innsbruck, Schwaz und das Zillertal ging es nach Gerlos. Ab dem Brenner hatten wir es mit recht unangenehmen Temperaturen zu tun. (Brenner 7 Grad). Damit hatten wir nicht gerechnet. Völlig durchgefroren kamen wir bei Familie Haas an. In der Sauna vom Club Alpin tauten wir auf. Im Riederhof gab es lecker Grillplatte und (nach fast 3 Wochen) ein Bier. Die längste Einzeletappe war 595 km lang.

12.9.
Wegen schlechtem Wetter machten wir den Ausflug mit dem Auto. Zuerst besuchten wir das Schaubergwerk in Schwaz, anschließend die Kristallwelten in Wanders. Bikes auf den Hänger verladen und gepackt. Danach mit Familie Haas essen gewesen.

13.9.
Heimfahrt ohne besondere Vorkommnisse.

Resumee
3.365 km auf den Bikes.
Die Hightlights sind
  • das Traumwetter in den Dolomiten mit 26 überfahrenen Paßstrassen
  • das Bergdorf Lucchio
  • das Essen (Salami, Schinken)




Impressionen

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Campingplatz
bei Heiligenblut
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Furkelpass
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Defereggental
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Abkühlung
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Dolomitengipfel
 
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Gallicano
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Hier gings
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Lucchio
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Florenz
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Passo Pordoi
 
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Passo Falzarego
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Edelweißspitze
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Staller Sattel
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auf der S66
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Capucchino-Pause
 
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Lucca
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Großglockner
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im Chianti
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Pisa
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Florenz